schick 12 - 12 Zoll Tonarm

Tonarme

Das ist der klas­si­sche, lan­ge Schick Ton­arm. Mei­ne Ton­ar­me sind in drei Be­schich­tun­gen lie­fer­bar:

Ver­gol­det, glän­zend

Schwarz ver­chromt, matt

Ni­ckel Pal­la­di­um, matt

SME bzw SPU-G, Ver­si­on.

Fest ver­ka­belt oder mit 5 pin TonarmsteckerMit tonarmlift und antiskating, oh­ne Heads­hell.

Mit schwe­rem und /oder leich­tem Ge­wicht.

Einleitung

Vinylschallplatten sind immer noch sehr beliebt als Tonquelle, obwohl es veschiedene digitale Formate gibt, die den Anspruch haben ultimativen Sound zu liefern, was immer das auch sein soll. Warum auch immer die LP so populär ist, wenn Sie das hier lesen, scheint es ein Thema für Sie zu sein.

Erstaunlich das viele Plattenspieler der 60er Jahre, oder noch ältere, auch heute noch zur ersten Wahl für hochqualitative Schallplattenwiedergabe gehören. Die Ortofon SPU Tonabnehmer gehen zurück auf ein Modell aus dem Jahr 1948. Diese alten Geräte werden heute noch benutzt wegen ihrer herausragenden Klangqualität, die auch heute von nur wenigen Geräten erreicht wird.

Bei Tonarmen sind alte Exemplare oft mit erheblichen Mängeln behaftet, wie ich leider selber feststellen musste. Ein Grund für mich eine eigene Entwicklung zu starten. Zunächst stellte ich Überlegungen über allgemeine Klangideale an.

Zwei Hauptideale des Klangs scheinen sich etabliert zu haben. Da wäre zunächst der Klangliebhaber, der ‚warme, romantische, angenehme‘ Wiedergabe bevorzugt. Hier ist die Klangfarbe wichtig, Frequenzumfang oder Verfärbungen werden akzeptiert, so lange nichts ’nervendes‘ im Klangbild auftaucht. Auf der anderen Seite ist der ‚Detailliebhaber‘, hier muss eine klinisch saubere Auflösung des Klangs gegeben sein, sogar wenn dabei die Natürlichkeit verlorengeht.

Meistens werden beide Arten mit schweren Nachteilen erkauft. Der angenehme Klang wird oft als dumpf, zweidimensional und wenig anspringend empfunden. Das detaillierte Ideal hat of einen hellen, unnatürlichen Touch.(Natürlich sind die Grenzen fließend, hier nur mal die Extreme aufgeführt)

Das Beste beider Welten

Wie kann man die Vorteile von angenehmen UND detaillierten Klang miteinander kombinieren?

Um die Detailinformation hoch zu halten muß man am Anfang sicherstellen, dass diese Informationen überhaupt bei der Abtastung gewonnen werden.

Ein präziser Tonarm mit Kugellagern und stabiler Achsenführung war die Lösung für mich.

Die Situation

Viele Audiophile auf der ganzen Welt mögen alte 12 Zoll Tonarme von Herstellern wie Ortofon oder SME. Diese Arme können, auch mit diversen Aufrüstungen, einen schönen Klang produzieren, aber die Detailauflösung ist limitiert. Meist sind die Tonarme in sehr schlechten Zustand, man bedenke nur einmal die 40 Jahre Betriebszeit.

Lockere oder verschlissene Lager sind die schlechteste Voraussetzung für guten Klang und schädigen dabei auch noch die Platten und nutzen die Nadel schneller ab.

Auch in bestem Zustand lassen die Lager der Klassiker viel zu wünschen übrig. Vor vierzig Jahren war die Qualität der Lager nicht so gut wie heute. In vielen Modellen sind einfach Stahlkugeln zwischen die Tonarmteile gelegt.

Selbst wenn man sich den Rest des Tonarms als mechanisch absolut stabil vorstellt, sind die Lager der limitierende Faktor. Wenn der Tonarm hier Spiel hat, gehen sämtliche feinen Details verloren. Die Nadel soll alle Details abtasten und als Generator in elektrische Signale umwandeln. Wenn der Aufbau des Arms gegen diese feinsten Bewegungen arbeitet oder nachgibt kann auch das entsprechende Detail nicht abgetastet werden, bzw. wird die Bewegung nicht korrekt in ein elektrisches Signal umgesetzt werden. Das Spiel in Messer- oder Einpunktlagern kann also kaum eine gute Sache sein. Der Vorteil liegt hier zunächst in der preiswerten Fertigung.

Das Problem der Einpunktarme ist, daß sie um den Lagerpunkt taumeln. Das kann man mit viskosen Flüssigkeiten bedämpfen, hat dan aber wieder einen Arm der sich nicht besonders leicht dreht. Eine hängende Lagerung, die mit Magneten stabilisiert ist scheint noch die beste Einpunkt Lösung zu sein.

Ein Messerlager hat konstruktionsbedingt Spiel. Die Messerkannte verschleißt sehr schnell und stellt dann eine raue, unebene Oberfläche dar, im Vergleich zu den Modulationen der Plattenrille. Selbst eine theoretisch glatte Messerkante hat immer noch Spiel nach oben und kann entsprechend angeregt in diese Richtung ausweichen. Eine Bewegung die so nicht zu einer korrekten Abtastung führen kann.

Die Alternative

 

Kugellager

Kugellager sind sehr beliebt in Tonarmkontruktionen und werden recht häufig eingesetzt. High Tech Herstellungsverfahren erlauben heute Lager mit sehr geringer Toleranz. Die Lager im Schick Arm haben 0 µm positive Toleranz und 7µm negative Toleranz. Das bedeutet, dass vom gewünschten Maß nur maximal 7µm kleine ‚Löcher‘ in der Kugel sein dürfen. Im Lager sind aber viele Kugeln, so daß die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Abweichungen gleichzeitig diese 7µm Spiel bilden sehr gering ist. Dieses Prinzip ergibt eine praktisch spielfreie Verbindung.

Diese niedrige Toleranz hat noch andere Eigenschften, die beim Tonarmbau von Vorteil sind: Niedrige Laufgeräusche. Laufgeräusche sind unerwünscht. In Form von Resonanzen tragen sie auch zum Informationsverlust bei. Die niedrige Toleranz der polierten Laufbahnen und Kugeln, sowie ein synthetischer Schmierstoff sorgen für geringste Laufgeräusche. Es ist möglich Lager die sehr ähnlich aussehen für einen kleinen Preis zu kaufen, diese niedrige Qualität ist aber direkt hörbar. Nahe am Ohr gedreht erzeugen billige Lager Geräusche. Man hört die metallischen Knirschgeräusche, eines fabrikneuen einwandfreien Lagers! Nichts was man im Klang seines Plattenspielers haben möchte.

Drehen Sie zum Beispiel den Lagerschaft eines alten Tonarmes und Sie wissen was ich meine.

Niedrige Toleraz und glatte Oberfläche haben noch einen weiteren Vorteil. Ein geringes Losbrechmoment.

Die mechanische Kraft um das Lager überhaupt in Bewegung zu setzen ist sehr gering, daher kann der Tonabnehmer besser abtasten. Die hochglatte Oberfläche hält auch die Rollreibung sehr gering, nicht zuletzt durch den speziellen synthetischen Schmierstoff. Hier würde ein normales Kugellagerfett wie Klebstoff wirken.

Noch ein Wort zur Haltbarkeit. Diese Lager sind für extrem hohe Drehzahlen spezifiziert, etwas das in Tonarmleben nicht vorkommt, aber so ist eine extrem lange Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten garantiert.

Materialauswahl

Abgesehen von den beweglichen Achsen des Tonarms spielt auch die Materialauswahl eine wichtige Rolle. Metall ist ein guter Resonator, das ist zunächst schlecht. Aber Metallteile die mechanisch miteinander verbunden sind resonieren so gut wie gar nicht mehr. In Schick Arm übernimmt die Headshell Konstruktion unter anderem diese Funktion. Die Kontaktfläche zwischen Arm und Headshellstecker mindert die Resonanzen sehr effektiv. Das gleiche gilt für die Achse durch den Arm und das Gegengewicht. Alle Elemente sind resonzmindernd miteinander verbunden.

Besondere Aufmerksamkeit fiel der Bedämpfung des Tonarmrohrs zu. Hier werden 3 verschiedene Materialien in 9 Sektionen genutzt, um das Resonanzverhalten optimal zu gestalten. Optimal bedeutet dabei nicht ein absolutes ‚tot’dämpfen (überdämpfen), sondern der Einsatz an der richtigen Stelle.

Schlußfolgerung

Obwohl diese Faktoren bekannt sind, davon gehe ich einmal aus, werden wirklich hochqualitative Lager nur selten eingesetzt. Falls doch, findet man sie allerdings in sagen wir nicht gerade preiswerten Tonarmen. Die meisten neuen Designs von Tonarmen erlauben auch nicht den Einsatz von schweren Tonabnehmern.

Gegen den Trend zu Massenware, Outsourcing, Produktion in Billglohnländern, wird dieser Tonarm komplett in Deutschland handgefertigt.

Gerne mache ich auch einen für Sie.

Drei Oberflächen stehen zur Auswahl:
schwarz (schwarz verchromt, matt) , silber (Nickel Palladium, matt) oder gold (vergoldet).

Es kann eine 12 Zoll oder 9 Zoll Variante gewählt werden, beide Optionen werden mit Antiskating Einrichtung geliefert.
Normalerweise wird die Variante mit SME kompatiblem Headshellstecker gewählt.
In einigen Spezialfällen kann der Tonarm auch für eine ortofon SPU-A kompatible Geometrie, mit längerem Armrohr gefertigt werden.

Der Lieferumfang ist: Tonarm, 1 Gewicht, Lift, Kabel, Anti Skating, ohne Headshell.
Ein fest installiertes symetrisches, kapazitätsarmes Kabel, 1,1m lang mit Neutrik Steckern Cinch Steckern ist montiert.
Alternativ kann ein 5 pin Tonarm Stecker im Sockel verbaut werden. Das erlaubt die Verwendung von Kabeln auch mit XLR Steckern. Der 5 pin Verbinder wird von mir gefertigt. Der Isolator ist Teflon. Die Kontaktpins sind aus der Platinen testindustrie, damit sehr langlebig und mit geringstem Übergangswiderstand.

Der Tonarm erlaubt die Höheneinstellung für alle handelsüblichen Palttenspieler, eine Azimuth Justage ist ebenso möglich.
Im Tonarm können Tonabnehmer ab ca. 6 Gramm mit einer Nadelnachgibigkeit ( Compliance) unter 20µm/mN ( 22 für 9 Zoll) benutzt werden.
Das sind die allermeisten erhältlichen Tonabnehmer, nur einige leichtgewichtige MM Tonabnehmer passen nicht mehr.

Als Headshell empfehle ich mein Graphitheadshell. Dieses liefert einen sehr dynamischen frischen Kang, der gut zum Tonarm passt.
Am Headshell kann der Azimuth auch eingestellt werden.

Für SPU und ähnliche gibt es ein schwereres Gegengewicht, das kann bei Armbestellung  dazu geordert werden.
Das schwere Gewicht kann auch als einzges Gewicht geordert werden.

Wenn Sie Fragen haben, oder einen Tonarm bestellen möchten, senden Sie mir bitte eine e-mail.

Siehe Kontakt Seite.